Letzte Aktualisierung 13.September 2013


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Ein Blutströpfchen ...

so heißen sie zumindest im Volksmund. Auf den Wiesen findet man sie derzeit etwas häufiger, denn es ist ihre Zeit. Normalerweise findet man um die Jahreszeit Unmengen davon aber auch diese Art hatte unter dem schweren Regen im Frühjahr starke Verluste zu verzeichnen.

Blutströpfchen

Es handelt sich um einen Schmetterling aus der Familie der Widderchen, obwohl er auf den ersten Blick gar nicht so aussieht. Den 6 roten Flecken verdankt er den Namen "Sechsfleck-Widderchen". Obwohl er zu den Nachtfaltern gehört, ist er doch tagaktiv.
([94] redsa - 15.09.2013)

Nur wenige ...

Schmetterlinge gibt es in den letzten Jahren immer weniger und dies gilt auch ganz allgemein für alle Insekten. Früher lief man um diese Zeit einen Feldweg entlang und die Wiesen waren voll von Schmetterlingen und Insekten aller Arten - heute fällt es ja richtig auf, wenn ein Schmetterling fliegt.

Distelfalter

Das haben die Menschen aus ihrer Welt gemacht. Es ist ja auch kein Wunder: die Wiesen werden zu Tode gemäht und Wiesen, wie auch Äcker, werden mit Nährstoffen überflutet (überdüngt).

Außerdem waren wir ja auch nicht mit unseren Gräsern zufrieden. Nein, die Wiesenbesitzer können ja den Hals nicht vollkriegen und so wurde eine schnellwachsende Grassorte gezüchtet. Diese Grassorte saugt dabei alles an Nährstoffen aus dem Boden, was zu holen ist - das Wachstum muß ja irgendwo herkommen. Außerdem wird dieses Gras höher und nimmt damit dem verbleibenden Gras das Licht und damit auch jegliche Chance zu überleben.

Ist eigentlich schon mal jemand aufgefallen, wie eintönig unsere heutigen Wiesen sind? Wie sah denn eine Wiese vor 50 Jahren aus - ganz unterschiedliche Gräser wuchsen auf ihr und Blumen - viele Blumen, ganz unterschiedliche Blumen, die zu ganz unterschiedlichen Zeiten blühten. Auf einer richtigen naturbelassenen Wiese blüht nämlich den ganzen Sommer über immer irgend etwas.

Ochsenauge

All das haben die Bauern und Viehbesitzer mittlerweile zerstört und zwar gründlich. Daß damit auch die Nahrungskette an unterster Stelle, nämlich bei den Insekten und Kleinstlebewesen, unterbrochen wird, das interessiert eh keinen - Hauptsache den Hals mit Gelscheinen vollgestopft - wer braucht schon die Welt und was interessiert es uns, in welcher Welt unsere Kinder leben müssen.

Dabei wäre die Lösung, eine mögliche Lösung zumindest, recht einfach: schnellstmöglichst mit dem unnötigen Düngen aufhören! Das Zuchtgras braucht nämlich viel Nahrung, sonst geht es zu Grunde - das war ja auch der Grund, warum man seinerzeit anfing die Wiesen auch noch zu düngen. Hört man mit dem Düngen auf, verschwindet das Zuchtgras von alleine und die natürlichen Gräser und Wiesenpflanzen könnten wieder überleben und Fuß fassen.

Fairerweise muß man noch dazu sagen, daß es natürlich durchaus noch einige Gründe mehr gibt, die an dieser Entwicklung beteiligt sind - hier sei nur einmal das sich ändernde Klima genannt aber das ist ein anderes Thema.

So aber freue ich mich heute schon über einen einzelnen Schmetterling und hoffe, daß ich nächstes Jahr auch seine Nachkommen noch fotografisch festhalten darf.
([93] redsa - 13.09.2013)

Afrika-Langstreckenflieger ...

So klein das Taubenschwänzchen auch sein mag, dieses kleine Kerlchen fliegt jeden Herbst die lange Strecke nach Afrika und im Frühjahr kommen sie wieder zurück - sie gehören damit zu der Gruppe der Wanderfalter. Dabei sind sie so intelligent, daß sie Hindernisse um- oder überfliegen und danach ihre ursprüngliche Richtung wieder aufnehmen.

Auffällig an diesen Wesen ist, daß sie im Fluge vor der Blüte stehen bleiben und dabei Nektar saugen. Ebenso markant ist ihr langer Rüssel, den Sie im Flug wie eine Spirale zusammenrollen. Schmetterlinge - und zu diesen gehören die Taubenschwänzchen - ziehen den Rüssel nämlich nicht ein, sondern rollen ihn zusammen.

Taubenschwänzchen

Bei uns in den gemäßigten Zonen gibt es ausgeprägte Jahreszeiten mit stark schwankenden Temperaturen zwischen Sommer und Winter, wohingegen es in den Tropen "nur" einen Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit gibt. Dadurch sind über das Jahr gesehen die Lebensbedingungen auf der Erde sehr verschieden und im Laufe der Evolution haben sich bei Insekten unterschiedliche Anpassungsstrategien entwickelt - eine davon sind die Wanderfalter.

Die Ursache der Wanderung ist allerdings in vielen Fällen noch unklar. Ursächlich ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tatsache, daß in keinem der Gebiete ganzjährige Überlebensbedingungen herrschen. Während der Trockenzeit verdorren in den Tropen Nahrungs- und Nektarpflanzen und in den gemäßigten Zonen können sie den Winter nicht überstehen.

Taubenschwänzchen

In Europa fliegen jedes Jahr der Monarch- und der Distelfalter aus dem Mittelmeerraum ein, teilweise hoch bis nach Skandinavien. Unser Taubenschwänzchen legt dabei bis zu 2000km zurück und erreicht dabei eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 40 km/h und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 80 km/h - es gehört damit zu den schnellsten Schmetterlingen.

Wanderfalter orientieren sich an landschaftlich markanten Punkte wie z.B. Küstenlinien, Gebirgen und Straßen ebenso, wie an der Sonne und dem Erdmagnetfeld. Monarchfalter haben beispielsweise geringe Mengen von Magnetit und können sich damit am Erdmagnetfeld orientieren.

Stellt sich nur die Frage, wie man die Wanderwege überhaupt verfolgen kann. Früher hat man möglichst viele Tiere mit kleinen Aufklebern markiert. Dies ist sehr aufwendig und der Erfolg meist sehr gering, da nur wenige Tiere wieder gefunden werden. Große Schwärme lassen sich auch mit kleinen Flugzeugen verfolgen und ganz große Schwärme können sogar mit Radarstationen verfolgt werden. In Sri Lanka wurden schon einmal 26.000 Tiere pro Minute gezählt und in Kalifornien schätze man bei einer 3-tägigen Zälung die Menge auf ca 3 Milliarden Tiere.

Mittlerweile gibt es sogar Radiosender, die nur 0,2 Gramm wiegen und sie werden wohl in Zukunft noch leichter werden. Die Batterielaufzeit beträgt derzeit ca 3 Wochen und man forscht derzeit an biologischen Solarzellen auf Molekularebene und vielleicht kann man damit die Batterielaufzeit sogar noch verlängert werden.

Das Wanderverhalten ist ein höchst komplexer Mechanismus und bietet noch sehr viel Raum für Forschung. Freuen wir uns also einfach an diesen wundervollen Wesen und genießen wir die vielfältigen Erscheinungsformen.
([92] redsa - 03.09.2013)

Orientalischer Zuwanderer ...

Die Orientalische Mauerwespe (Sceliphron curvatum) aus der Familie der Grabwespen - auch als Orientalische Mörtelwespe bekannt - wurde aus Indien und Nepal in Europa eingeschleppt und hier erstmals 1979 in der Steiermark beobachtet. Obwohl sie bei uns ein Zuwanderer ist, fügt sie der einheimischen Tier- und Insektenwelt keinen Schaden zu.

Die Weibchen bauen ihre Nester nicht im Erdboden, sondern fertigen aus feuchter Erde oder feuchtem Lehm stabile etwa faustgroße Nester, die aus mehreren Zellen bestehen. Die Nester werden an Pflanzen, Mauern, überhängenden Felsen und ähnlichen an einer geschützten Stelle angebracht. Häufig kann man die Nester an Gebäuden entdecken. Nicht selten werden die Wespen auf Grund dieser Nistweise durch den Menschen mit Waren in andere Erdteile verbreitet.

Großer Wollschweber

Gefunden habe ich diese "Euro-Asiaten" an einem Geländer eines Krankenhauses in Landau. Dort tummelten sie sich immer am späten Vormittag auf dem warmen Metallrohr des Geländers. Sobald die Sonne verschand, waren auch die Wespen verschwunden. Auffällig war ihre Friedfertigkeit - selbst, wenn man sie ein wenig ärgerte, gingen sie nicht zum Angriff über, sondern flogen einfach weg.
([91] redsa - 12.08.2013)

Sieht aus wie eine ganz normale Heuschrecke ...

Völlig unscheinbar und kaum zu erkennen, so sitzt sie im Sand. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man die vermeintliche Heuschrecke. Was für ein hübsches Kerlchen man hier erwischt hat sieht man erst, wenn sie die Flügel öffnet - diese sind nämlich blau und machen aus der Wesen ein prächtiges, fliegendes, blaues Juwel. Leider habe ich sie nicht im Flug erwischt - das ist auch nicht ganz einfach in genau diesem Sekundenbruchteil zu zielen, abzudrücken und dann auch noch scharfzustellen und das natürlich vor dem Abdrücken ... :-)

blauflügelige Ödlandschrecke

Es handelt sich hier um eine "blauflügelige Ödlandschrecke". Die normale Rückenfärbung ist ein fein bis grob marmoriertes Graubraun und eher unauffällig. Die Art ist sehr farb- und mustervariabel. Damit wird sie auf Sandboden nahezu unsichtbar. Nach und nach hat sich die Art immer weiter nach Norden ausgebreitet.
([90] redsa - 12.08.2013)

Großer Wollschweber ...

Wollschweber gehören zu den Hummelfliegen. Es gibt weltweit etwa 6000 Arten, von denen 34 in Deutschland leben. Sie sind hummelartig behaart und einige haben schwarze, durchscheinende Flügel - daraus resultiert auch der deutsche Name "Trauerschweber".

Großer Wollschweber

Meist findet man sie im Sommer, häufig bei Sonne und auf sandigen Böden. Es sind geschickte und schnelle Flieger, die auch den Standflug beherrschen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Nektar - sie stehen vor der Blüte und manchmal stützen sie sich dabei mit den Vorderbeinen an der Blüte ab.
([89] redsa - 08.08.2013)

Also Namen gibt es ...

Dieses durchaus hübsche Käferchen fand ich sozusagen "im Stroh". Es ist ein "Ameisensackkäfer" ... *staun* ... über solche Namensgebungen kann ich immer wieder nur staunen.

Allerdings kommt der Name nicht ganz von ungefähr - sie legen ihre Eier in die Nähe von Ameisennestern. Die Eier werden mit Kot beklebt und die Ameisen tragen diese dann in ihr Nest. Im Nest ernähren sich die Käferlarven dann sowohl von der Nahrung der Ameisen, wie auch von deren Kot. Manchmal wird auch die Brut der Ameisen verzehrt.

Ameisensackkauml;fer

Um sich herum bauen sie eine Hülle aus Kot, um sich vor den Ameisen zu schützen und sich zu verpuppen. Die Jungtiere schlüpfen erst dann, wenn ihr Chitinpanzer ausgehärtet ist und sie das Ameisennest verlassen können. Werden sie angegriffen, stellen sie sich einfach tot.
([88] redsa - 05.08.2013)

Etwas ganz Besonderes ...

ist mir hier über den Weg gelaufen. Es handelt sich um eine "Langhornbiene", die in unserer Region mittlerweile sehr selten geworden ist. Sie gehören zu der Familie Apidae, also der echten Bienen, und sind damit direkte Verwandte der Honigbienen.

Langhornbiene

Langhornbienen sind sehr empfindlich, was die Umgebungsbedingungen betrifft. Daß es hier in der Südpfalz noch (oder vielleicht auch wieder) welche gibt, ist also ein gutes Zeichen und fast ein kleines Wunder - so, wie wir unsere Umwelt zu Grunde richten. Wir sollten uns anstrengen, daß sie uns erhalten bleiben.
([87] redsa - 03.08.2013)

"komische Fliege" ...

Diese komische Fliege habe ich heute auf einer Wiese gefunden.Sie fiel mir durch ihr ungewöhnliches Aussehen auf und letztlich ist sie ja ein recht hübsches Motiv.

Sandregenpfeifer

Es war gar nicht so einfach herauszufinden, daß es sich um eine "Gemeine Schnepfenfliege" handelt - schließlich kann man ja bei Google nicht gerade "komische Fliege, sieht recht gut aus" eingeben ... *hihi*.
([86] redsa - 03.08.2013)

Flussregenpfeifer ...

Er ist normalerweise ein Brutvogel des Nordens. Während der Zugzeit kann man sie aber auch immer wieder in der Rheinebene beobachten. Manchmal brüten sie auch in speziellen Gebieten wie Z.B. in den Klärteichgebieten der ehemaligen Südzucker in Waghäusel. In der Feuerzangenbowle hätte er jedenfalls nicht mitspielen können, denn dieser "Pfeiffer" wurde ja bekanntlich mit "3 f" geschrieben ... :-) ... Der Sandregenpfeifer sieht übrigens genauso aus, nur hat er nicht den gelben Augenring.

Sandregenpfeifer

Der Flussregenpfeifer gilt zumindest in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Außerdem ist nach derzeitigem Wissensstand davon auszugehen, daß bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zwei Drittel des aktuellen Verbreitungsgebietes für diese Art keine geeigneten Lebensräume mehr bieten kann.
([85] redsa - 29.07.2013)


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